ISIN:

DE000A2DJT31

Ticker:

 

Auflage:

10.05.2017

Fondsadvisor:

Stefan Rehder

Total Expense Ratio:

1,19 p.a.

Benchmark:

MSCI World Total Return Net €

Fondsvolumen:

10,96 Mil.

Alle Angaben: Stand 31.08.2018

„Angst vor neuer Tech-Blase unbegründet"

Die Schweizer Wirtschaftszeitung Finanz und Wirtschaft mit einem Artikel zu den aktuellen Bewertungen der größten Technologieunternehmen und Zitaten aus unserem jüngsten Anlagestrategie-Kommentar.

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Tech-Blase 2.0?

Stefan Rehder erklärt, warum gerade qualitätsaffine Value Investoren in ausgewählten, großen Technologieunternehmen nach wie vor attraktive, langfristige Investments sehen.

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Warren Buffetts Danksagung an Prof. Bruce Greenwald, Mai 2018

In einer Videobotschaft dankt Warren Buffett unserem Mentor Prof. Bruce Greenwald für dessen herausragende Lehrarbeit im Bereich Value Investing an der Columbia Business School - wir schließen uns an! 

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Interview mit Prof. Bruce Greenwald, Mai 2018

Prof. Bruce Greenwald, dessen Lehren die wertorientierte Unternehmensbewertung VIAs wesentlich geprägt haben, im Interview mit Mark Cooper im Graham & Doddsville Newsletter der Columbia Business School.

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Fondsmanagerkommentar, März 2018

"Aufgrund der strukturellen Probleme der Industrienationen kommen die zunehmenden globalen Spannungen für uns nicht überraschend. Ebenso wenig würde es uns aber überraschen, wenn die USA und China zumindest kurzfristig wieder zueinander finden und sich der jüngste zyklische Aufschwung fortsetzen würde..."

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Money is not supposed to be free, Februar 2018

Stefan Rehder mit einem kurzen Kommentar zu VIAs Anlagestrategie. 

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Value Intelligence ESG Fonds AMI

Der Value Intelligence ESG Fonds AMI (ISIN: DE000A2DJT31) ist ein aktienaffiner Mischfonds, der eine wertorientierte Investmentphilosophie verfolgt, bei der nachhaltiges Investieren und das Streben nach attraktiven Renditen in einem sinnvollen Einklang stehen. Den Anlageschwerpunkt bilden –unabhängig von den gängigen Vermögensaufteilungen eines typischen Mischfonds – vorzugsweise Aktien. Ausschlaggebend für die Aktienquote (25%-100%) ist primär die Frage, in welchem Umfang es uns gelingt unterbewertete Unternehmen zu identifizieren, die unseren hohen Qualitätsansprüchen und relativ strengen ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) gleichermaßen genügen. Zudem können auch andere Assetklassen, z.B. Anleihen oder physisches Gold, in den Fonds aufgenommen werden. Der Fonds eignet sich für alle Anleger, die attraktive Aktienrenditen mit relativ niedrigem Risiko anstreben und dabei vergleichsweise strengen Prinzipien der Nachhaltigkeit entsprechen möchten.

Motivation

Nachhaltiges Denken ist aus unserer Sicht eine gesellschaftliche Notwendigkeit. In Anlehnung an die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung bezeichnen wir eine Entwicklung als nachhaltig, "die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“ (Brundtland-Report 1987).

Wir sind zudem der Auffassung, dass die Analyse eines Unternehmens anhand von ESG-Kriterien zusätzliche Risiken offenlegen kann, die im Rahmen einer herkömmlichen Betrachtung häufig zu kurz kommen. Gerade als Value Investoren mit einem ausgeprägten Fokus auf den Kapitalerhalt, sehen wir in der Reduzierung von Verlustrisiken eine wichtige Grundlage für langfristig attraktive Renditen. Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Rahmen des Risikomanagements ist deshalb - unabhängig von der gesellschaftlichen Notwendigkeit - für sämtliche von uns verwalteten Mandate eine logische Konsequenz.

Mit der Auflage des Value Intelligence ESG Fonds AMI im Mai 2017 möchten wir somit einem wichtigen gesellschaftlichen Trend Rechnung tragen und gleichzeitig Anlegern die Möglichkeit geben, von einer wertorientierten Investmentphilosophie zu profitieren, die sicherstellt, dass die Berücksichtigung von Prinzipien und das Streben nach attraktiven Renditen im Einklang stehen.

Anlageziel

Der Schutz des uns anvertrauten Kapitals vor dauerhaftem Wertverlust steht kurzfristig immer an erster Stelle („Don’t lose money!“). Langfristiges Ziel (d.h. über einen Marktzyklus*) ist es, unter Berücksichtigung von strengen ESG-Kriterien, attraktive, absolute Aktienrenditen zu erzielen.

Die Kombination von Prinzipien des Value Investing und der Nachhaltigkeit im Rahmen des Risikomanagements sollte dem Fonds i.d.R. ein vergleichsweise volatilitätsarmes und risikoaverses Profil verleihen.

Ein typisches Performancemuster des Fonds ist es, ist in guten Marktphasen an der Aufwärtsbewegung zu partizipieren; in schwachen Marktphasen sollte der Fonds dagegen deutlich besser als der Markt abschneiden. Wir sind davon überzeugt, dass die Vermeidung von Verlusten eine wichtige Voraussetzung für langfristig attraktive Renditen am Aktienmarkt bildet.

*Definition “Marktzyklus”: Vanguard, Bear Market Survival Guide (2001). Ein Marktzyklus enthält mindestens einen Bärenmarkt, d.h. eine Korrekturphase von 20%.

Fondsphilosophie

Der Value Intelligence ESG Fonds AMI ist ein Mischfonds. Den Anlageschwerpunkt bilden aber Aktien, sofern es uns gelingt eine ausreichende Anzahl an unterbewerteten Unternehmen zu identifizieren, die unseren hohen Qualitätsansprüchen und relativ strengen ESG-Kriterien gleichermaßen genügen. Neben Aktien können auch andere Assetklassen in den Fonds aufgenommen werden, z.B. Anleihen oder physisches Gold. 

Wir sind Value Investoren in der Tradition der Columbia Business School, insbesondere deren neuerer Interpretationen durch Warren Buffett und Prof. Bruce Greenwald, der weltweit führenden akademischen Instanz für wertorientierte Unternehmensanalyse. Danach sind Wachstum und Value keine Gegensätze, Value bildet vielmehr den Gegenpol zu momentumorientierten Ansätzen.

Bei der Portfoliokonstruktion und im Rahmen des Risikomanagements bedienen wir uns unterschiedlicher Denkmodelle. Die Denkmodelle (u.a. Unternehmensanalyse, Makroökonomie, Nachhaltigkeit/ESG) fungieren als Antennen in eine komplexe, sich ständig wandelnde Umwelt. Die Vielfalt der Antennen reduziert Risiken, für die reine Bottom-Up Value-Ansätze traditionell anfällig sind.

Im Rahmen der Aktienselektion investieren wir vorzugsweise (aber nicht ausschließlich) in Qualitätsunternehmen, d.h. Unternehmen mit hohen Markteintrittsbarrieren, effizienter Kapitalallokation und steigenden Free-Cash-Flows. Unser globales Anlageuniversum gibt uns eine größtmögliche Flexibilität in Bezug auf die Auswahl gleichermaßen unterbewerteter und nachhaltiger Qualitätsunternehmen. 

Aufgrund der Anwendung strenger ESG-Kriterien ist das Anlageuniversum deutlich kleiner. Ein kleineres Anlageuniversum kann in Märkten, die generell wenige Chancen für Neuanlagen bieten, eine große Herausforderung darstellen. Um das uns anvertraute Kapital jederzeit schützen zu können, verfügt unser aktienaffiner ESG-Fonds deshalb über eine größtmögliche Flexibilität der Cashquote. Das Minimum der Aktienquote liegt bei 25%. Für jeden unserer Fonds gilt der Grundsatz, im Zweifelsfall lieber Liquidität als überbewertete Assets zu halten.

Investmentprozess

Ideenscreening: Mit Hilfe von diversen quantitativen und qualitativen Filtern wird unser Anlageuniversum täglich beobachtet. Wichtige Anregungen erhalten wir zudem aus unserem gewachsenen Netzwerk an internationalen Value Investoren mit denen wir uns regelmäßig austauschen. Die Kernregionen in denen wir nach Qualitätsunternehmen suchen sind die USA, Europa und Asien. Das Anlageuniversum wird durch unseren ESG-Research-Anbieter eingegrenzt und umfasst ca. 6.500 Unternehmen weltweit (Stand: Mai 2017).

ESG-Filterprozess: Bei der Beurteilung der Nachhaltigkeit eines Unternehmens stützen wir uns primär auf MSCI ESG Research, dem weltweit größten Anbieter für Nachhaltigkeitsresearch. Unser ESG-Filterprozess ist verständlich strukturiert und umfasst zwei Schritte:

In die engere Auswahl kommen nur Unternehmen deren MSCI-ESG-"Key Issue Score" bei 4,6 (Skala 0-10) oder höher liegt. Der Key-Issue-Score ist eine aggregierte Note, die sich aus der separaten Bewertung jedes Unternehmens in Bezug auf ökologische und soziale Kriterien sowie Fragen der Unternehmensführung ergibt. Im Gegensatz zu Best-In-Class Ansätzen berücksichtigen wir keine industriespezifischen Adjustierungen, sondern wenden aufgrund der besseren Transparenz der Methodik absolute Kriterien an. Im ersten Schritt werden somit ca. 50% des Anlageuniversums ausgeschlossen.

Im zweiten Schritt werden Unternehmen aussortiert, deren Geschäftsmodelle Tätigkeiten beinhalten, die von breiten Teilen der Gesellschaft kritisch gesehen werden. Die Toleranzschwellen unsers Fonds in Prozent des Umsatzes sind relativ streng und liegen in der Regel bei null (z.B. Handel mit Waffen, Kernenergie, Tabak). Nach Berücksichtigung der Ausschlusskriterien umfasst das verbliebene Anlageuniversum des ESG-Fonds ca. 2.100 Unternehmen (Stand: Mai 2017), d.h. ein Drittel des MSCI-ESG-Coverage Universums.

Unser strenger ESG Filterprozess schafft die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Anlagevehikel, das den individuellen  Prinzipien einer Vielzahl von Investoren gerecht werden kann.

Fundamentalanalyse: Wir analysieren Unternehmen nach Bewertungsmethoden der Columbia Business School. Ziel ist es, die durchschnittlichen zukünftigen Bedingungen für ein Unternehmen zu definieren, die normalisierte Ertragskraft zu bestimmen und eine realistische Differenzierung zwischen Wert und Preis eines Unternehmens vorzunehmen. Dabei präferieren wir Unternehmen, die folgende Eigenschaften aufweisen:

Attraktive Geschäftsmodelle: Wir sind auf der Suche nach Unternehmen mit verständlichen, attraktiven Geschäftsmodellen. Diese zeichnen sich für uns durch nachhaltige Wettbewerbsvorteile, Preissetzungsmacht und solide Bilanzen aus.

Gutes Management: Wir präferieren Unternehmen deren Management über einen guten Track Record verfügt. Ein wichtiges Beurteilungskriterium ist die Effizienz der Kapitalallokation. Zudem bevorzugen wir Unternehmen, bei denen die Incentivierung des Managements im Einklang mit den Interessen der langfristigen Aktionäre steht.

Unterbewertung: Die Unterscheidung zwischen Wert und Preis eines Unternehmens steht im Mittelpunkt der wertorientierten Aktienanalyse. Investiert wird ausschließlich dann, wenn eine ausreichende Sicherheitsmarge vorliegt, d.h. der Preis des Unternehmens einen deutlichen Discount zum fairen Wert des Unternehmens aufweist.

Kauf- und Verkauf-Disziplin: Unternehmen mit deren Geschäftsmodellen wir vertraut sind und die unseren Qualitätsansprüchen genügen, werden auf eine Beobachtungsliste (On-Deck-List) gesetzt. Fällt der Kurs der Aktie unter die von uns angedachte Kaufzone, beginnt der Positionsaufbau, sofern im Rahmen der Gesamtportfoliosteuerung nichts dagegen spricht. Unternehmen werden verkauft, wenn der faire Wert übertroffen wurde, ein vergleichbares, deutlich besseres Investment gefunden wurde oder sich unsere Einschätzung der zukünftigen durchschnittlichen Bedingungen verschlechtert hat.

Risikomanagement: Das Risikomanagement des ESG-Fonds stützt sich auf eine Vielzahl von Denkmodellen. So wird die Portfoliokonstruktion u.a. von der Bottom-Up-, der Top-Down Perspektive sowie auch von Nachhaltigkeitskriterien beeinflusst. Wichtigstes Risikomanagement-Tool ist naturgemäß das Prinzip der Sicherheitsmarge. Zudem sehen wir aber auch in der Beobachtung von makroökonomischen Entwicklungen (z.B. Kreditzyklen, Inflation, Deflation) aber auch politischen Trends (Protektionismus, Steuerpolitik, Populismus) potenziell wichtige Einflussgrößen für das Risikoprofil eines Unternehmens und des Gesamtportfolios. Die möglichst breite Diversifikation ist ein Differenzierungsmerkmal des ESG-Fonds. So ist die maximale Positionsgröße auf 4% begrenzt.

ESG Kriterien

Der Fonds wendet folgende Ausschlusskriterien an:

Ertrag aus Alkohol
Kernenergie als Dienstleister
Produktion und Handel klassischer Waffen
Massenvernichtungswaffen, Streubomben, Landminen                 
Einsatz von Gentechnik
Ertrag aus Glücksspiel
Ertrag aus Produktion von Tabak
Handel mit Tabakprodukten
Ertrag aus Erwachsenenunterhaltung
Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen

 

 Die Ausschlusskriterien für Staaten lauten wie folgt:

Nicht-Ratifizierung der UN Biodiversitäts-Konvention
Nicht-Ratifizierung des Kyoto-Protokoll
Korruptions-Wahrnehmungsindex
Besitz von Atomwaffen
Staaten mit Freedom House-Ranking „nicht-frei“
Bestätigte Fälle von Kinderarbeit
Nicht-Ratifizierung der UN-Antifolterkonvention
Hohes Rüstungsbudget (> 4% des BIP)
Todesstrafe
Keine garantierten Arbeitsrechte (nach ITUC Global Rights Index)

Performance

Stand 31. August 2018


Fonds / Indexlfd. Jahr3 Monate1 Jahr3 Jahre5 Jahreseit Auflage
Value Intelligence ESG Fonds 1,83% 1,33% 5,60% - - 0,32%
MSCI World Total Return Net € 7,49% 4,31% 16,65% - - -
 

Fonds Charakteristika

Stand 30. Juni 2018

Portfolio Charakteristika1

Fondsvolumen 10,67 Mio. Euro
Anzahl der Unternehmen ∼ 41
Volatilität Fonds2 n.a.
Volatilität Benchmark2 n.a.
Max. Drawdown Fonds n.a.
Max. Drawdown Benchmark n.a.
Tracking Error2 n.a.

Asset Diversifikation 1

Sektordiversifikation3

Industrie 29,7 %
Technologie  26,0 %
Konsumgüter (zyklisch)  15,0 %
Materials 10,0 %
Konsumgüter (nicht-zyklisch) 9,9 %
Finanzwesen  5,2 %
Gesundheitswesen 4,2 %
Energie 0,0 %
Real Estate 0,0 %
Telekommunikationsdienste 0,0 %

Länderdiversifikation3 4

USA                                                            58,1 %
Kanada 9,4 %
Japan 7,6 %
Schweiz 5,5 %
Großbritannien  5,2 %
Deutschland 5,1 %
Dänemark 4,5 %
Frankreich 2,7 %
Irland 0,2 %

Top 10 Aktienpositionen

Liberty Broadband 4,0 %
Alphabet Inc. Class C 4,0 %
Microsoft Corp. 3,2 %
Sensata Technologies 3,1 %
Nestle SA 2,8 %
Agnico Eagle 2,8 %
Qualcomm Inc. 2,8 %
ISS A/S 2,4 %
Amerco 2,1 %
Micron Technology 2,0 %

  

1 Quelle: Ampega Investment GmbH
2
 Erst ab einen Zeitraum von 3 Jahren
3 Angabe in % des Aktienanteils
4 Unvollständige Darstellung